Jeremy Rifkin ist ein bekannter Mann, der in den USA und Europa stets großes Gehör findet. Offiziell bezeichnet man ihn als Soziologen, Ökonomen, Bestsellerautor und Gründer der Foundation on Economic Trends (FOET) in Washington, auch an der Universität in Pennsylvania hält Jeremy Rifkin Vorlesungen. Ein vielbeachteter Wissenschaftler, der stets eine hohe Aufmerksamkeit mit seinen Thesen und Veröffentlichungen genießt, häufig auch in großen seriösen Zeitungen zitiert wird. In Deutschland und Europa wurde er bekannt durch sein Buch “Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft”, worin er eine Reduzierung der Arbeitszeiten forderte und worauf sich viele Politiker und Gewerkschaften in den westlichen Industriestatten berufen.
Kein unbekannter Mann also, der Deutschland in einer Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeit und umweltbewußtem Wirtschaften sieht. Er spricht gar von einer “dritten industriellen Revolution”, in der Deutschland Modell werden könnte für andere Länder. In keinem anderen Land ist die Bereitschaft für Nachhaltiges Wirtschaften so groß und populär wie in Deutschland, ja hier wird sogar von der Nachfrageseite aus Druck ausgeübt auf die Industrie. Sehr gute Vorraussetzungen für die Politik entsprechende Maßnahmen durchzusetzen. Laut Rifkin hat der amerikanische Präsident Obama eine ähnliche Chance “verspielt”. Bei einer Diskussion diese Woche im Adenauer-Haus in Berlin hat Rifkin seine Thesen der Bundeskanzlerin und weiteren wichtigen Politikern vorgetragen und mit ihnen diskutiert. Ob wir hierzulande eine bessere Umsetzung als in den USA erleben bleibt nun abzuwarten, ist aber nicht unwahrscheinlich.

Ich denke Konrad Adenauer würde unter den Gesichtspunkten solcher Gedankengänge den Sargdeckel seines Grabes auf dem Rhöndorfer Waldfriedhof durchdreten…vor Entsetzen !
Rumoren tut es schon manchmal in den Tiefen
des Siebengebirges
Seit dem einige Zeit ins Land gegangen ist, kann die Lage als unverändert betrachtet werden. Deutschlands Rolle als Vorreiter wird durch die Nachhaltigkeits-Nachzügler gefestigt. Es ist nur schade, dass dadurch, betrachtet man einmal die Welt als Ganzes, keine Besserung in Bezug auf die Lösung des Energieproblems oder des Ernährungsproblems eintritt. Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt.